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Reinhard Karl im Kino

"Wirklich oben bist du nie" - ein Dokumentarfilm von Harald Weiß (2021)

21.11.2021, 11:00 Uhr /11:20 Uhr (Zusatzvorstellung) im Kino Atelier am Bollwerk in Stuttgart.

 

Eintritt: DAV-Mitglieder 8,-; Nichtmitglieder 10,-

 

Der Verkauf ermäßigter Karten erfolgt direkt vor der Aufführung gegen Legitimationsnachweis, nicht online. Ermäßigte Karten kann man sich telefonisch (0711/669 56 69) oder per Mail (bollwerk@arthaus-kino.de) zur Abholung zurücklegen lassen.

 

 

Achtung: Aufgrund der Coronasituation gilt für den Kinobesuch die 2G-Regel. Bitte bringen Sie Ihre Impf-/Genesenennachweise mit zur Vorstellung. Die fürs Kino gültigen Corona-Regelungen finden sich auf der Webseite der Arthaus-Kinos. Bitte prüfen Sie diese nochmals kurz vor dem Tag der Aufführung.

 

 

Inhalt:

1978 besteigen Reinhold Messner und Peter Habeler den Mount Everest ohne Flaschensauerstoff. Ein Meilenstein des Alpinismus! Nur wenige Tage später erreicht der Heidelberger Reinhard Karl als erster Deutscher den höchsten Berg der Welt und wird zum prominentesten deutschen Bergsteiger, zum Reinhold Messner der Bundesrepublik. Aber Reinhard Karl ist nicht nur Bergsteiger, er ist auch Fotograf, Autor, Sportkletterer. Zusammen mit Helmut Kiene entgrenzt er 1977 die bis dahin beim Grad VI endende Schwierigkeitsskala. Und er ist Anarchist! Anarchist und Revoluzzer, ein Kind der 1968er. Er lehnt sich auf gegen das traditionelle Bergsteigen, findet eine neue, freie, ungeschönte Sprache für die unheldenhaften Seiten des Bergsteigens, entwickelt in seinen Bildern einen neuen Blick auf die Berge. Reinhard Karl schafft mit seinen Texten und Fotos Klassiker.

 

Von ganz unten, aus der Werkstattgrube des KFZ-Mechanikers, hat sich Reinhard Karl nach ganz oben gekämpft. Sein Leben ist eine Auf- und Ausstiegsgeschichte, eine Suche nach Freiheit von der Fremdbestimmung, eine Suche nach dem eigenen Ich. Im Klettern und Bergsteigen findet er den Weg zum Ziel seiner Suche. Als er 1982 als erster Deutscher auf dem Gipfel des Fitz Roy steht, schreibt er: „Ich habe mein Ich auf den höchsten Punkt gebracht, und dort lege ich es zurück, das Ich, das ich sein will.“ Wenige Monate später wird Reinhard Karl in der Cho Oyu Südwand von einer Eislawine erschlagen.

 

Der Film erzählt die Entwicklungsgeschichte des Heidelbergers Reinhard Karl von seiner Jugend in Heidelberg, über seinen schnellen Aufstieg zu einem der besten Alpinisten seiner Zeit, die Jahre seiner Berühmtheit, seine Expeditionen und Yosemite-Aufenthalte, bis zu seinem Tod am Cho Oyu. Freunde und Weggefährten (Reinhold Messner, Bernd Arnold, Oswald Oelz, Bernd Kullmann, Sepp Gschwendtner, …)  erzählen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit Reinhard Karl, seinen eigenen Bildern und Texten zeigen die Innenperspektive  Reinhard Karls, Ausschnitten aus Fernsehproduktionen der 1970er und 1980er Jahre ergänzen dieses facettenreiche biographische Filmbild.